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| Der Saturnmond Titan: Rund 1200 Kilometer entfernt von der Raumsonde Cassini aufgenommen. (Bild: NASA/JPL/SSI) |
Die Raumsonde "Cassini-Huygens" hat erste Nahaufnahmen
vom Titan an die Erde geschickt. Sie entstanden aus einer Entfernung rund
1200 Kilometern - dem bislang dichtesten Vorbeiflug an dem Saturnmond,
mit einer Geschwindigkeit von knapp 22.000 Kilometern pro Stunde. Die
ganze Nacht warteten die Wissenschaftler mit Spannung auf die Bilder,
am Morgen veröffentlichte die Nasa dann die ersten Fotos. "Die
Qualität des Rohmaterials ist sehr gut", lobt der bei der Europäischen
Weltraumorganisation (Esa) zuständige Projektleiter, Michael Khan.
Von den Bildern und anderen Daten erhoffen sich die Forscher Aufschluss
darüber, ob es auf dem Wolken umhüllten Mond Wasser gibt.
Bekannt ist, dass die Atmosphäre des Mondes Stickstoff und Kohlenwasserstoffverbindungen
wie Methan enthält. Nach Ansicht von Forschern ähnelt die Zusammensetzung
der Atmosphäre von Titan wahrscheinlich der der Erde vor Milliarden
von Jahren. Dass sich auf dem Saturnmond Leben entwickelt, gilt wegen
seiner großen Entfernung zur Sonne aber als unwahrscheinlich.
Untersuchungen an der Titan-Atmosphäre sind wegen der dicken Wolkenhülle
schwierig. Der Wissenschaftler Khan sagte gar: "Die Atmosphäre
von Titan ist ähnlich dicht wie der Himmel über Athen".
Spezielle Forschungsgeräte an Bord von "Cassini" erlauben
aber einen Blick durch die Wolken.
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| Titanoberfläche: Mit Bildbearbeitung
und Mehrfachaufnahmen gelingt ein Blick unter die dichte Wolkenschicht
des Titan (Bild: NASA/JPL/SSI) |
Das Rendezvous der Nasa-Sonde mit dem größten Mond des Ringplaneten
erolgte nach Angaben des Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena
am Dienstagabend (MESZ). "Cassini-Huygens" hatte zuvor bereits
Daten von Titan gesammelt und per Radar dessen Oberfläche untersucht.
Landung der Tochtersonde vorbereitet
Mit dem Tiefflug wurde der Abwurf der europäischen Tochtersonde "Huygens"
im Januar 2005 vorbereitet und deren Operationsgebiet erkundet, erläuterte
die Esa. Am 14. Januar 2005 soll sich "Huygens" in die Gashülle
des Saturn-Trabanten stürzen und eine Landung versuchen. Sollte diese
gelingen, wird Huygens vermutlich bei Temperaturen von minus 170 Grad
einfrieren oder aber in einem Methan-See versinken. Die Doppelsonde hatte
bereits im Sommer nach sieben Jahren Flugzeit den Saturn erreicht und
kreist seitdem in seinem Orbit.
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Quelle:
ESA/Cassini-Huygens
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