• News |
|
![]() |
|
Darstellung des Magnetfeldes von Saturn
und der Mond Enceladus. |
![]() |
|
Multi-spectral Bild von der Krateroberfläche. |
![]() |
|
Eine Detailaufnahme von der Oberfläche
Enceladus. Aufgenommen von der Cassinisonde am 9. März 2005. |
Während des ersten nahen Vorbeiflugs von Cassini an Enceladus in einer Höhe von 1.167 Kilometer registrierte das Magnetometer eine auffällige Signatur im Magnetfeld. Beim zweiten nahen Vorbeiflug, bei dem sich Cassini dem Saturnmond auf 500 Kilometer näherte, gab es weitere Hinweise. Als die Voyager-Raumsonde 1981 in 90.000 Kilometer an Enceladus vorbeiflog, war keine Atmosphäre entdeckt worden. Entweder war die Sonde nicht dazu in der Lage oder es hat sich in der Zwischenzeit etwas auf dem Mond verändert.
Enceladus ist mit seinen 500 Kilometer Durchmesser eigentlich zu klein, um für längere Zeit eine Atmosphäre zu behalten, denn seine Anziehugskraft ist zu gering. Deshalb muss auf Enceladus eine konstante, starke Quelle existieren, um die Atmosphäre halten zu können. In Frage kämen entweder aktive Vulkane oder Geysire. Wäre dies der Fall, würde sich Enceladus damit zu zwei anderen aktiven Monden in unserem Sonnensystem gesellen: dem Jupitermond Io und dem Neptunmond Triton.
Bereits seit den Voyager-Vorbeiflügen an Enceladus vermuten die Wissenschaftler, dass der Saturnmond geologisch aktiv und die Quelle von Saturns E-Ring ist. Enceladus ist eines der am stärksten reflektierenden Objekte in unserem Sonnensystem. Etwa 90 Prozent des auf der Oberfläche auftreffenden Lichts werden wieder reflektiert. Falls es auf Enceladus tatsächlich Eisvulkane geben sollte, könnte das große Reflexionsvermögen der Mondoberfläche von regelmäßigen Eispartikel-Ablagerungen herrühren, die aus den Vulkanen stammen.
Während des nahen Vorbeiflugs an Enceladus am 09. März 2005 wurden Bilder des Saturnmondes vom amerikanisch-europäischen Cassini-Raumschiff aufgenommen. Es zeigt deutlich, dass die Geologie des Mondes sehr vielfältig ist. Einige Regionen auf Enceladus sind alt und weisen sehr viele Einschlagkrater auf. Jüngere Gebiete sind geprägt von Tälern und Bergen. Die leichten Farbunterschiede könnten auf unterschiedliche Eisbestandteile, zum Beispiel feinkörniges Eis, hindeuten. Das würde helfen, die Reihenfolge der geologischen Ereignisse auf dem Saturnmond zu enträtseln, die zu seiner heutigen, eigenartigen Landschaft geführt haben.
Quelle:
NASA
Weitere Information:
ESA/Cassini-Huygens
Mission
NASA/Cassini-Huygens
Mission
Nachrichten rund um den Saturn:
14.12.2007 Saturnringe älter als bisher angenommen
27.10.2007 Heiße Quellen auf Enceladus
19.07.2007 60. Saturnmond entdeckt
05.01.2007 Flüssige Seen auf Titan
09.03.2006
Flüssiges Wasser auf dem Saturnmond Enceladus entdeckt
13.05.2005
Cassini entdeckt neuen Saturnmond
06.05.2005
Saturnmond Phoebe - neue Erkenntnisse
22.03.2005 Saturnmond Enceladus - Eismond mit Atmosphäre
21.01.2005 Neue Bilder und Erkenntnisse aus der erstaunlich irdischen Welt des
Titan
14.01.2005 Erfolgreiche Landung von Huygens-Sonde auf Saturnmond Titan
10.12.2004
Zweiter naher Vorbeiflug der Huygens-Sonde an Titan
28.10.2004
Die ersten Nahaufnahmen vom Saturnmond Titan
01.07.2004
Cassini-Huygens erfolgreich in die Saturn-Umlaufbahn eingebracht
30.04.2004
Saturnmond Titan im Eisgewand
Informationen über die Planeten und Monde: |