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| Künstlerische Darstellung des Kometen Tempel 1 und des Impactor, ca. 24 Stunden vor dem Einschlag. (Bild: Maas Digital ). |
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| Tempel 1 ca. 5 Minuten vor dem Einschlag. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UMD) |
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| Diese spektakuläre Aufnahme entstand 67 Sekunden nach dem Impactor Einschlag. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UMD) |
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Der Impactor wiegte 370kg und hatte einen Durchmesser von 1 Meter.
Die Sonde kollidierte mit einer Geschwindigkeit von über 10km/sek. |
Den Einschlag aus nächster Nähe beobachtet das Mutterschiff von Deep Impact mit seinen optischen Instrumenten, die von dem überraschend hellen Blitz kurzzeitig geblendet waren. Die Temperatur an der Aufprallstelle stieg auf mehrere tausend Grad und brachte alle nahen Materialien kurzzeitig hell zum Erglühen. Gleichzeitig verdampfte explosionsartig Material, welches dann nach kurzer Zeit wieder abkühlte und einfror. Die freigesprengte Wolke aus Kometenpartikeln erwies sich allerdings als weit weniger durchsichtig als vermutet, weshalb Deep Impact den eigentlichen Krater beim Vorbeiflug zunächst nicht genauer begutachten konnte. Was genau da in unerwartet großen Mengen freigesetzt wurde, muss noch geklärt werden, so die Missionsleiter.
Eine der wichtigsten Fragen ist die nach der Größe des Kraters, der durch das Geschoss in den Kometenkern gerissen wurde. Die Kometengröße erlaubt nämlich Aussagen darüber, wie stark das im Kometenkern vermutete Material aus Eis und Staub zusammengehalten wird. Eine direkte Beobachtung des Kraters war allerdings nur in den ersten dreizehn Minuten nach dem Einschlag möglich. Danach hatte sich die "Deep Impact"-Sonde bereits zu weit vom Kometen entfernt. Während dieser kurzen Zeitspanne wurde die Sicht auf den Krater jedoch durch die aufgewirbelte und expandierende Staubwolke blockiert, die größer und undurchsichtiger war als zuvor angenommen. Möglicherweise wird man deshalb vergeblich auf Bilder vom Krater warten.
Eine Stunde nach dem Einschlag waren Gas und Staub bereits rund 1800 Kilometer weit in die Umgebung des Kometen geschleudert worden, wie Bilder des Hubble-Teleskopes zeigen. Bis zum Dienstagmorgen dehnte sich die Wolke dann auf einen Durchmesser von 20 000 Kilometern aus, berichten Astronomen der europäischen Südsternwarte - die Partikel erreichten demnach eine Geschwindigkeit von 700 bis 1100 Kilometern pro Stunde.
Erste Daten liegen auch von einem optischen Teleskop der ESA auf den Kanarischen Inseln vor. Durch eine Filterung des aufgefangenen Lichts konnten die Forscher größere von kleineren Staubpartikeln in der Koma (der Hülle des Kometen) unterscheiden. Dabei zeigte sich, dass die größeren Teilchen vom Kometenkern in eine andere Richtung ausgestoßen werden als die kleineren. Erste Messungen mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte deuten darauf hin, dass auch die Geschwindigkeit, mit der die Staubpartikel davonfliegen, abhängig von der Größe ist. Anhand solcher Messungen wird man in den nächsten Wochen versuchen, den genauen Ablauf der Ereignisse nach dem Einschlag des Geschosses zu rekonstruieren und daraus Rückschlüsse auf die Konsistenz des Kometenkerns zu ziehen.
Ein weiteres Augenmerk gilt der chemischen Zusammensetzung
des Kometen Tempel 1. So hat man mit einem Instrument an Bord des europäischen
Röntgenobservatoriums XMM-Newton nach dem Einschlag eine deutlich
erhöhte Menge von Hydroxyl-Radikalen, einem Zerfallsprodukt von Wasser,
nachgewiesen. Die Existenz von Wasser in Tempel 1 deckt sich mit Messungen,
die vor dem Einschlag gemacht worden waren. Mit Spannung wartet man nun
darauf, ob bei dem Einschlag auch Substanzen freigesetzt wurden, die man
bisher noch nie in Kometen beobachtet hat.
Quelle:
NASA
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