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Neue Projekte der NASA für die Rückkehr auf dem Mond.

25. September 2005


Vier Astronauten können mit der neuen Sonde auf dem Mond landen.
(Künstlerische Darstellung, Bild: John Frassanito, NASA)

Die neue Sonde im Mondorbit.
(Künstlerische Darstellung, Bild: John Frassanito, NASA)

Das neue Raketenkonzept der NASA. (Bild: NASA)


Detaillierter Flugplan zum Mond und zurück auf die Erde.
Zum vergrößern Bild anklicken.
(Bild: NASA)


Im Jahr 2018 soll es soweit sein, dann sollen vier Astronauten für mindestens eine Woche zum Erdtrabanten zurückkehren. Bis es soweit ist, soll nach der „Fertigstellung“ der ISS, bis zum Jahr 2010, das Space Shuttle außer Dienst gestellt werden und ein neues Raumschiff für bemannte Missionen in den erdnahen Orbit und darüber hinaus entwickelt werden.   

Doch das ganze Projekt wird nicht billig, nach dem gegenwärtigen NASA Administrator Michael Griffin werden die Kosten auf etwa 104 Milliarden Dollar geschätzt und betragen damit etwa 55 % der Kosten für den inflationsbereinigten Wert des Apollo Programms.

Und auch wenn der amerikanische Kongress, aufgrund der gigantischen Schäden des Hurricane Katarina (etwa 100 Milliarden) und den laufenden Kosten für den Krieg im Irak (60 Milliarden pro Jahr), bedenken für die Weltraumpläne des gegenwärtigen amerikanischen Präsidenten George W. Bush hat, sieht Michael Griffin die Zukunft optimistisch. „Das Weltraumprogramm ist eine langfristige Investion in unsere Zukunft“ so Griffin. „Wenn wir einen Hurricane haben, schaffen wie auch nicht die Air Force ab, wir schaffen auch nicht die Navy ab. Und wir werden auch nicht die NASA abschaffen.“

Eine der Schlüsseltechnologien für die Pläne stellt das so genannte Crew Exploration Vehicle oder kurz CEV da. Es soll sechs Astronauten oder in einer unbemannten Konfiguration 25 t Nutzlast zur ISS transportieren können. Ähnlich wie beim Apollo Programm wird das Raumschiff (oder die Kapsel) auf die Spitze einer leistungsstarken Trägerrakete montiert, die momentan ebenfalls in der Entwicklung ist und eine Nutzlast von 125 t in einen Orbit bringen soll.

Für eine bemannte Mondlandung soll sich das CEV mit einer Mondlandfähre im Erdorbit treffen (Rendezvous Mission) und gemeinsam zum Erdtrabanten fliegen. Nach Abschluss der Mission wird lediglich das CEV zur Erde zurückkehren und in einer Kapselkonfiguration an Fallschirmen zur Erde zurückgleiten, wobei die letztendliche Entscheidung zum CEV noch nicht gefallen ist, da neben einer Kapsellösung auch ein kleinerer wiederverwendbarer Raumtransporter diskutiert wird. Fest steht aber, das es dreimal mehr Platz bieten soll als seiner Zeit die Apollo Kapseln.

Darüber hinaus wird es mit Solarpanellen ausgestattet sein und genau wie die Mondlandefähre mit flüssigem Methan betrieben werden. Methan wurde übrigens deshalb ausgewählt, da bei einer bemannten Marsmission, Methan am einfachsten aus der Marsatmosphäre gewonnen werden kann.

Aber anders als beim Apollo Programm, wo alle Landplätze in Äquatornähe lagen, werden zukünftige Mondmissionen auch an den Polen, wo Wassereis vermutet wird, landen. Doch damit nicht genug, es sollen 2 bemannte Mondmissionen pro Jahr realisiert und eine permanente Mondstation aufgebaut werden, die als Sprungbrett zum Mars und darüber hinaus dienen soll.  

Doch nicht nur die USA haben ehrgeizige Weltraumpläne, da die aufstrebende „Supermacht“ China, die im kommenden Monat zwei Taikonauten ins All schicken wird, ebenfalls eine permanente Mondbasis betreiben will und andere Länder wie Indien und Russland auch ehrgeizige Mondpläne verfolgen. Und auch die europäische Weltraumbehörde ESA will bemannt zum Mond und Mars fliegen, wobei allerdings Anspruch und Wirklichkeit in Europa weit auseinander liegen.

Quelle:
NASA

 
 

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