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Ausstoß von eisigen Material über den Südpol von Saturnmond Enceladus. Aufgenommen von der Cassini-Sonde im Februar 2006 (Bild: NASA). |
Auf Bildern und spektralen Messungen der amerikanisch-europäischen Raumsonde Cassini finden sich deutliche Hinweise, dass am Südpol des Saturnmondes Enceladus Wasser aus Geysiren über die Oberfläche versprüht wird.
Die Geysire schleudern Wasser bis zu 490 Kilometer weit in die Enceladus-Umgebung. Die Reservoirs, aus denen sich die Geysire speisen, befinden sich möglicherweise nur wenige Meter unter der Eisoberfläche des nur 500 Kilometer durchmessenden, kleinen Eismondes. Ähnlich wie die Wasserfontänen im amerikanischen Yellowstone Nationalpark versprühen diese Geysire Wassertröpfchen (die jedoch auf Enceladus sofort zu Eis gefrieren) über weite Gebiete des Südpols dieses geologisch aktiven Saturntrabanten. Darüber hinaus versorgen die Eisteilchen den äußersten Ring des Saturn mit Material.
„Bisher wusste wir von drei Orten auf denen es aktiven Vulkanismus gibt: dem Jupitermond Io, der Erde und wahrscheinlich auch auf dem Neptunmond Triton. Doch Cassini änderte dies und machte Enceladus zum neusten Mitglied in diesem exklusiven Club und zu einem der interessantesten Orte des Sonnensystems“ sagt Dr. John Spencer vom Southwest Research Institute.
„Andere Monde im Sonnensystem haben Ozeane aus flüssigem Wasser bedeckt unter Kilometerdicken Eiskrusten“ sagt Dr. Andrew Ingersoll vom California Institute of Technology. „Was den Unterschied ausmacht ist, das Taschen von flüssigen Wasser nur wenige Meter unter der Oberfläche liegen.“
„Als wir mit Cassini uns dem Saturn näherten, entdeckten wir das das ganze Saturnsystem mit Sauerstoffatomen angefüllt ist. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir keine Ahnung vorher die Sauerstoffatome stammen“ sagt Dr. Candy Hansen. „Nun wissen wir das Enceladus Wassermoleküle ausspeit, welche in ihre Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerfallen.“
Die Wissenschaftler müssen noch einige wichtige Fragen klären. Warum ist Enceladus gegenwärtig so aktiv? Sind auch weitere Seiten von Enceladus aktiv? War diese Aktivität in der Geschichte des Mondes lange genug vorhanden um Leben hervorzubringen und im Inneren zu beherbergen?
Den nächsten Blick wird die Cassini Sonde im Frühling 2008 auf Enceladus werfen können, wenn die Sonde in nur 350 Kilometer Entfernung an dem Mond vorbeifliegt.
„Da gibt es gar keinen Zweifel, das die Monde Titan und Enceladus eine sehr hohe Priorität haben. Saturn hat und zwei aufregende Welten zum Erforschen gegeben“ sagt Dr. Jonathan Lunine von der University of Arizona.
Quelle:
NASA
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