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Zusammengesetztes Falschfarbenbild des Venus-Südpols, aufgenommen vom VIRTIS-Spektrometer an Bord von Venus Express am 12. April 2006 (Bild: ESA/INAF-IASF). |
Venus Express hat die ersten Bilder vom Südpol des Treibhausplaneten zur Erde gesendet. Sie wurden aus 206.452 Kilometern Entfernung zur Venus aufgenommen. Auf ihnen sind erstaunlich klare Strukturen sowie unerwartete Details zu erkennen. Die Bilder wurden am 12. April 2006 gemacht, nachdem der Venus Express-Orbiter erfolgreich am 11. April in die Venus-Umlaufbahn eingeschwenkt war.
Die Ingenieure haben keine Zeit verloren, verschiedene Instrumente auf dem Venus Express-Orbiter einzuschalten. Gestern haben die Venus Monitoring Camera (VMC) und VIRTIS (Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer) erstmals in der Geschichte der Raumfahrt die südliche Halbkugel der Venus abgebildet, als das Raumschiff in einem elliptischen Bogen an dem Planeten vorbeiflog.
Bei den ersten Bildern, die gestern empfangen wurden, waren die Wissenschaftler besonders fasziniert von einem dunklen Wirbel, der beinahe direkt über dem Südpol zu sehen ist - eine Struktur, von der bereits angenommen wurde, dass sie existiert, was aber bis zu diesem Zeitpunkt nicht bestätigt werden konnte. Dieser Wirbel entspricht einer ähnlichen Wolkenstruktur, die sich über dem Venus-Nordpol befindet.
Diese ersten Bilder, die aufgrund der großen Entfernung von über 200.000 Kilometern eine niedrige Qualität aufweisen, haben trotzdem die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler geweckt, da auf den VIRTIS-Spektrometer-Bildern überraschend deutliche Strukturen und unerwartet viele Details zu erkennen sind. Im Verlauf der Mission soll sich die Qualität der Bilder noch um das einhundertfache steigern.
Quelle:
ESA
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