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| Dampffontänen von Enceladus. (Bild: NASA) |
Die Forscher benutzten für die Analyse auch Bilder aus den letzten zwei Jahren, um bei dem geologisch aktiven Mond die prominentesten Quellen zu finden. Diese verglichen sie mit den Quellen der „hot spots“, die Cassini bereits im Jahr 2005 identifizierte und die Forscher fanden dabei mit Cassinis Infrarot Spektrometer heraus, das alle Jets aus den vier prominentesten Tigerstreifen-Bruchstellen stammen und jeweils dort in den heißesten Bereichen auftraten.
„Dies ist das erste Mal, das die sichtbaren Jets in Verbindung mit den Tigerstreifen stehen“ sagt Joseph Spitale vom Space Science Institute in Boulder, Colorado.
Zwar vermuteten die Wissenschaftler, dass die Jets, die eine Rauchfahne tausende von Kilometern weit ins All schleudern können aus den Tigerstreifen stammen, seitdem die Jets auf den ersten Bildern 2005 gesichtet worden sind, doch nun hat man zum ersten Mal handfeste Beweise für diese Hypothese, das es eine kausale Verbindung zwischen den Jets und der ungewöhnlichen Hitzeausstrahlung der Bruchstellen gibt.
Um die genauen Austrittsstellen der Jets mit Gewissheit zu identifizieren, haben die Forscher sorgfältig die Position und Orientierung der Jets beobachtet und durch verschiedene Messungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Quellen eindeutig bestätigt.
„Einige unserer Quellen liegen in Regionen die bisher nicht durch Cassini’s composite infrared spectrometer beobachtet wurden“ sagt Spitale. „Deshalb erwarten wir, dass zukünftige Beobachtungen mit Cassini bei diesen Orten erhöhte Temperaturen zeigen werden.“
Eine mögliche Ursache dieser Jets hängt mit der Reibungswärme durch Gezeitenkräfte innerhalb der Bruchstellen zusammen und variiert mit einem vollen Orbit von Enceladus um Saturn.
Möglich ist auch, dass die Eruptionen aus Ablagen flüssigen Wassers entstammen und zusammen mit der ungewöhnlich warmen Temperatur und den organischen Verbindungen, die zum Beispiel durch Cassini, in den Dampffahnen begleitenden Eispartikeln entdeckt wurden, ist der Saturnmond ein möglicher Kandidat für Leben.
Was aber aktuell unter der Oberfläche liegt und die Energie für die gewaltigen Jets liefert, bleibt bisher weitesgehend im Dunkeln.
„Diese Ergebnisse sind unglaublich aufregend und zu sagen, das ich begierig drauf bin zu erfahren, was am Boden ist, wäre ein kosmisches Understatement“ sagt Carolyn Porco, ebenfalls vom SSI. „Stammen die Jets vom flüssigen Oberflächenwasser oder nicht? Und falls nicht, wie weit herunter reicht das Wasser, das wir alle auf diesem Mond erwarten? Persönlich hätte ich diese Antwort am liebsten gestern!“
Die nächst beste Gelegenheit für die Cassini Sonde der Sache auf dem Grund zu gehen ergibt sich im März 2008 und man darf schon jetzt auf die Ergebnisse gespannt sein.
Quelle:
NASA
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