Die Neptunmonde
Bis 1989 kannte man nur zwei Neptunmonde nämlich
Triton und Nereid. Voyager 2 entdeckte 6 weitere Monde mit Durchmessern
zwischen 58 bis 416 km, die fast alle in Äquatorebene des Neptuns
liegen. Bis heute sind 13 Monde bekannt, aber das dürften
wahrscheinlich noch nicht alle sein.
Proteus
Proteus
ist der zweitgrößte Mond des Neptuns. Er ist unregelmäßig
geformt und seine Oberfläche ist mit Kratern übersäht.
Die Abmessungen dieses Mondes sind 436x416x402 km. Die mittlere Entfernung
zum Neptun liegt bei 117.600 km, seine Umlaufzeit beträgt 1,122 Tage.
Proteus ist sehr dunkel, er konnte deshalb trotz seiner Größe
von der Erde aus nicht gesehen werden und wurde erst 1989 von Voyager
2 entdeckt.
Triton
 Mit
einem Durchmesser von 2.706 Kilometern ist Triton der größte
aller Neptunmonde.
Der Kern besteht zum Großteil aus Silikaten und möglicherweise
enthält er auch einen kleinen Anteil an Metallen. Seine Kruste und
die Oberfläche setzen sich im wesentlichen aus Wasser-, Ammoniak-
und Methaneis zusammen. Die Oberflächentemperatur beträgt -235°C
und somit ist es der kälteste bekannte Planet im Sonnensystem. Die
geologisch sehr junge Oberfläche weist sehr wenig Einschlagskrater
auf.
Triton besitzt eine sehr dünne Atmosphäre aus Stickstoff und
geringen Mengen von Methan. In ihr treten ein feiner Dunst sowie dünne
Wolken auf. In etwa 600 km Höhe ist die Temperatur auf -173°C
angestiegen, dort gibt es eine Ionosphäre und es wurden sogar Polarlichter
nachgewiesen.
Von
Voyager 2 wurden vulkanische Aktivitäten beobachtet und dabei handelt
es sich um eine Art Geysire. Hierbei wird flüssiger Stickstoff durch
Spalten in der Oberfläche hochgepreßt. Diese Stickstoffontänen
steigen bis in 10 km Höhe auf und verdampfen explosionsartig. Der
Eisvulkanismus auf Triton wird nicht etwa durch innere Wärme wie
auf der Erde oder durch gravitationsbedingte Erwärmung wie auf dem
Jupitermond Io verursacht. Er ist eine Erscheinung welche durch jahreszeitlich
bedingte Sonneneinstrahlung verursacht wird. Die aufsteigenden Stickstoffontänen
reißen vermutlich auch Staub und Methan aus dem Inneren des Mondes
mit.
Triton ist der einzige große Mond im Sonnensystem,
welcher eine gegenläufige Rotation um seinen Planeten aufzuweisen
hat. Dies ist ein Indiz dafür, dass er nicht da entstanden sein kann,
wo er sich jetzt befindet, sondern das er von Neptun irgendwann eingefangen
wurde. Tritons retrograde Umlaufbahn ist auch gleichzeitig sein Untergang.
Der Mond wird durch gravitative Einwirkungen immer mehr an Neptun herangezogen.
Irgendwann wird er entweder in Stücke gerissen und einen Ring um
Neptun bilden, oder er wird auf den Planeten stürzen.
Nereid
 Neireid
wurde 1949 von G. Kuiper entdeckt. Er weist einen Durchmesser von 340
Kilometern auf. Die Umlaufzeit des Mondes um Neptun beträgt 360,16
Tage, seine mittlere Entfernung zum Planeten 5,513 Mio. Kilometer. Nereid
weist die größte Bahnexzentrizität aller bekannten Monde
unseres Sonnensystems auf. Die Entfernung zu Neptun schwankt zwischen
1,3 und 9,6 Millionen km. Dies lässt vermuten, dass es sich bei diesem
Mond um einen eingefangenen Asteroiden handelt.
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