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Die Saturnmonde

Bis heute sind 60 Monde bekannt, aber das dürften wahrscheinlich noch nicht alle sein [ mehr >> ].
Der Saturn hat eine Vielfalt von Monden in unterschiedlichen Umfang und Beschaffenheit. Darunter sehen sie den Größenvergleich der Monde im Verhältnis zum Saturn. Bei den sehr kleinen Monden stimmt das Größenverhältnis nicht exakt, da man sie auf der Darstellung nicht mehr sehen würde.

Saturnmonde

Mimas

Zwar ist dieser Mond Aufgrund seines Durchmessers von 400 km nicht so ganz interessant, wie die anderen Saturnmonde, aber dieser Krater macht ihn einmalig. Der Krater ist fast 10 km tief und fast 130 km breit. Der Krater wurde nach dem Astronomen Herschel benannt, der erkannte, dass die Kometen vorwiegend "riesige schmutzige Schneebälle" sind.
Er entdeckte auch 1798 diesen Mond. Dass auch Mimas ein solcher Schneeball ist, rettete ihn wahrscheinlich vor der Wucht des Aufpralles des Himmelskörper, der ihm diesen großen Krater zugefügt hatte. Dennoch bleibt es erstaunlich, dass Mimas dabei nicht zerstört wurde.
Mimas
Enceladus

Enceladus

Die Oberfläche musste einst voll von Kratern gewesen sein. Die enormen Kräfte auf diesen Mond haben an einigen Stellen geschoben und an anderen wieder gedrückt. Neben Einschlagskratern sind flache Ebenen sowie ausgeprägte Brüche und Verwerfungen sichtbar. Man nimmt an, dass es auf Enceladus einen Vulkanismus gegeben hat, wobei die Lava dann nicht aus geschmolzenen Stein bestand, sondern aus Wasser aus dem Inneren des Mondes. Sie hat sich auf den Mond verteilt und ihn wieder geglättet. [ mehr >> ]
Die Oberfläche des Mondes ist kaum "schmutzig" und scheint reines Wassereis zu sein. Man schließt das daraus, dass das einstrahlende Licht auf dem Mond fast vollständig reflektiert wird, was eine typische Eigenschaft von Wassereis ist. [ mehr >> ]

Tethys

Die Oberfläche gleicht einer Eiswüste die mit vielen kleinen Einschlagskratern überseht ist. Ein größerer Krater namens Odysseus, hat einen Durchmesser von fast 400 km. Man nimmt an, dass der Himmelskörper, der diesen Krater schlug, deshalb den Mond nicht zerstörte, weil das Innere zu der Zeit nahezu flüssig gewesen sein könnte.
Die Umlaufbahn teilt sich Tethys mit den kleineren Monden Telesto und Calypso. Sie kreise in einem Dreieck zusammen um den Saturn wobei der Abstand zueinander immer gleich bleibt.
Tethys
   
 
Dione

Dione

Auch Dione besteht wie Tethys und Rhea hauptsächlich aus Wassereis und Felsmaterial. Am Südpol gibt es strahlenförmige hellere Gebilde aus Eis. Auf der Saturn zugewandten Seite präsentiert sich die Oberfläche übersäht mit unzähligen Kratern. Sonst weist Dione keine nennenswerten Schluchten oder Erhebungen auf, er ist relativ flach.
Dione kreist mit dem kleinen Mond Helene auf derselben Umlaufbahn um den Saturn, wobei Helene im stets gleichen Abstand hinter Dione hinterher eilt. Unklar ist auch hier, woher dieser kleine Mond eigentlich kommt.

Rhea

Reha ist mit einem Durchmesser von 1528 km der zweitgrößte Mond des Saturns. Die Zusammensetzung von Reha besteht aus Wassereis und zu einem drittel aus Felsmaterial, ähnlich wie Tethys und Dione. Auf einer Seite ist Reha übersäht mit tausenden kleinen und auch größeren Kratern, das deutet darauf hin dass die Oberfläche des Mondes sich innerhalb der letzten Jahrmilliarden aus sich selbst heraus kaum verändert hat und die Spuren von Meteoriten- und Asteroideneinschlägen aus der Frühzeit des Sonnensystems stammt. Auf der anderen Seite hat Rhea helle Streifen, die vermutlich beim Frieren des Mondes bis ins Zentrum durch Volumenvergrößerung entstanden. Rhea und Dione sind fast gleich. Außer das Rhea eben größer als Dione ist und die Umlaufbahn für sich alleine hat. Die Tageshöchsttemperatur zur Mittagszeit beträgt -180°C und Nachts ist es auf Rhea etwa -230°C kalt.

Rhea
Titan

Titan

Er ist der zweitgrößte Mond im Sonnensystem und größer als Merkur und Pluto. Titan ist er einzige Mond der überhaupt eine dichte Atmosphäre verfügt. Die Atmosphäre besteht aus ca. 90% Stickstoff sowie Methan, Ethan, Acetylen und weiteren Kohlenwasserstoffen, die der dichten Atmosphäre ihr rötliches Aussehen verleihen.
Auf der Oberfläche von Titan herrschen Temperaturen von -170° C. Die Oberfläche Titans ist nicht gleichmäßig. Helle und dunkle Bereiche lassen darauf schließen, dass es auf Titan Kontinente und Meere gibt.
Verschiedene Wissenschaftler nehmen an, dass die irdische Atmosphäre vor dem Aufkommen sauerstofferzeugender Pflanzen eine ähnliche Zusammensetzung wie die des Titan aufwies, was auch das große wissenschaftliche Interesse an diesem Saturnmond erklärt. [ mehr >> ]



Cassini Die europäische Forschungssonde Huygens die am 14. Januar 2005 an einem Fallschirm langsam durch die Titanatmosphäre hinabsinkte und dabei Informationen über die Temperatur und Zusammensetzung der Atmosphäre zum amerikanischen Saturnorbiter Cassini sendete. [ mehr >> ]
Huygens Landung auf dem Saturnmond Titan

Iapetus

Über seine Oberfläche weiß man nur sehr wenig, jedenfalls scheint er eine helle und eine ziemlich dunkle Seite zu haben, aus welchen Gründen auch immer.
Einer Vermutung nach ist die dunkle Seite voll mit schwarzen Staub vom Nachbarmond Phoebe. Aber so ganz sind sich die Astronomen darüber noch nicht einig. Besonders kurios ist das Ganze, weil es eine scharfe Trennung zwischen heller und dunkler Seite gibt.


Iapetus
Phoebe

Phoebe

Während alle anderen Monde fast auf einer Ebene den Saturn umkreisen, tun dies Iapetus und seine kleine Nachbarin Phoebe nicht.
Schon lange vermuten die Wissenschaftler, dass Phoebe nicht an derselben Stelle und aus demselben Material entstanden ist wie Saturn und die meisten seiner Monde. Doch wenn Phoebe nicht im Saturnsystem entstanden ist, woher kommt der Mond dann? So genannte kurzperiodische Kometen - mit Umlaufzeiten um die Sonne von weniger als zweihundert Jahren - befinden sich zusammen mit anderem primitivem Material aus der Entstehungsphase des Sonnensystems weit jenseits der Neptunbahn und können durch Neptuns Gravitation ins innere Sonnensystem geschleudert werden. Auf diesem Weg von weit draußen zur Sonne kam Phoebe dem Saturn zu nahe und wurde von dessen Gravitationskraft auf seine ungewöhnliche Umlaufbahn gezwungen. [ mehr >> ]

Alle Bilder NASA/JPL
 Die Saturnmonde
Mond
 Entfernung
(km)
 Umlaufzeit
(Tage)
 Durchmesser
(km)
 Jahr der Entdeckung
Pan
133.600
0,575
20
1981
Daphnis
136.500
0,594
7
2005
Atlas
137.700
0,602
32
1980
Prometheus
139.400
0,613
100
1980
Pandora
141.700
0,629
84
1980
Epimetheus
151.400
0,69
119
1980
Janus
151.500
0,70
178
1980
Mimas
185.600
0,94
397
1789
Methone
194.000
1,01
3
2004
S/2007 S4
197.700
1,03
5
2007
Pallene
211.000
1,14
4
2004
Enceladus
238.100
1,37
499
1789
Telesto
294.700
1,89
24
1980
Tethys
294.700
1,89
1060
1684
Calypso
294.700
1,89
19
1980
Dione
377.400
2,74
1118
1684
Helene
377.400
2,74
32
1980
Polydeuces
377.400
2,74
4
2004
Rhea
527.100
4,518
1528
1672
Titan
1.221.900
15,95
5150
1655
Hyperion
1.464.100
21,28
266
1848
Iapetus
3.560.800
79,33
1436
1671
Kiviuq
11.365.000
449,2
16
2000
Ijiraq
11.440.000
451,5
12
2000
Phoebe
12.944.300
548,2
120
1898
Paaliaq
15.199.000
686,9
22
2000
Skathi
15.647.000
728,9
8
2000
Albiorix
16.404.000
783,5
32
2000
S/2007 S2
16.560.000
800
6
2007
Bebhionn
17.119.000
834,8
6
2004
Erriapo
17.616.000
871,9
10
2000
Siarnaq
17.531.000
895,6
40
2000
Skoll
17.665.000
878,3
6
2006
S/2007 S1
17.920.000
895
7
2007
Tarvos
17.983.000
926,2
15
2000
S/2006 S4
18.105.000
905
6
2006
Hyrokkin
18.437.000
931,8
8
2004
S/2004 S13
18.450.000
906
6
2004
S/2004 S17
18.600.000
986
4
2004
S/2006 S6
18.600.000
942
6
2006
Mundilfari
18.685.000
952,6
7
2000
S/2006 S1
18.981.135
970
6
2006
Narvi
19.007.000
1003,9
7
2003
Bergelmir
19.338.000
1005,9
6
2004
Suttungr
19.459.000
1016,7
7
2000
S/2004 S12
19.650.000
1048
5
2004
S/2004 S07
19.800.000
1103
6
2004
Hari
19.856.000
1038,7
6
2004
Bestla
20.129.000
1083,6
7
2004
Farbauti
20.390.000
1086,1
5
2004
Thrymr
20.474.000
1094,3
7
2000
S/2007 S3
20.518.000
1100
5
2007
Aegir
20.735.000
1116,5
6
2004
S/2006 S3
21.132.000
1142
6
2006
Kari
22.118.000
1233,6
7
2006
Fenrir
22.453.000
1260,3
4
2004
Surtur
22.707.000
1297,7
6
2006
Ymir
23.096.000
1312,4
18
2000
Loge
23.065.000
1312
6
2006
Fornjot
25.108.000
1490,9
6
2004
   
 


Nachrichten rund um den Saturn:
14.12.2007 Saturnringe älter als bisher angenommen
27.10.2007 Heiße Quellen auf Enceladus
19.07.2007 60. Saturnmond entdeckt
05.01.2007 Flüssige Seen auf Titan
09.03.2006 Flüssiges Wasser auf dem Saturnmond Enceladus entdeckt
13.05.2005 Cassini entdeckt neuen Saturnmond
06.05.2005 Saturnmond Phoebe - neue Erkenntnisse
22.03.2005 Saturnmond Enceladus - Eismond mit Atmosphäre
21.01.2005 Neue Bilder und Erkenntnisse aus der erstaunlich irdischen Welt des Titan
14.01.2005 Erfolgreiche Landung von Huygens-Sonde auf Saturnmond Titan
10.12.2004 Zweiter naher Vorbeiflug der Huygens-Sonde an Titan
28.10.2004 Die ersten Nahaufnahmen vom Saturnmond Titan
01.07.2004 Cassini-Huygens erfolgreich in die Saturn-Umlaufbahn eingebracht
30.04.2004 Saturnmond Titan im Eisgewand

   
 
Bilder- & Informationsnachweis: NASA/JPL  NASA/NSSDC  NASA/Hubble  NASA/Planetary Fact  NASA/NSSDC FAQ Planetary  NASA/JPL Natural Satellite Discovery Data  NASA/JPL Natural Satellite Physical Parameters  University of Hawaii  ESA Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Allgemeine Links Englisch: National Aeronautics and Space Administration Jet Propulsion Laboratory California Institute of Technology European Space Agency NASA/Space Link Spaceweater Space Elevator Space Today Department of Astronomy, University of Maryland Seti@home Links Deutsch: European Space Agency/Deutschland Portal ESA/Österreich Portal ESA/Schweiz Deutsch Portal Astronews Astro Server Vienna Sonnenwen.de Astronomie-sonnensystem.de Wissenschaft Online Planetarium-Wien Astronomie.de Astronomiepur Planetarienverzeichnis D, A und CH Astronomische Forschungsinstitute D, A und CH  Seti-Germany  Space-Weltraum  Blinde Kuh - Der Weltraum verständlich für Kinder  Spiegel-Online Weltall  Lunataker
 
 
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Letzte Aktualisierung: 03.10.2007

 

 

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