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Die Uranusmonde

Durch die Voyager 2, die 1986  zusätzlich 10 Trabanten entdeckte und durch leistungsfähigere Teleskope werden laufen neue Monde entdeckt. Uranus besitzt mindestens 27 Monde (Januar 2009), davon sind die fünf größeren Miranda, Ariel, Umbriel, Titania und Oberon die Wichtigsten. Wie die meisten der größeren Monde des Saturn und des Jupiter bestehen sie aus Eis (Wasser, evtl. Ammoniak, Stickstoff, Ethan u. Methan) und Gestein (Silikate). Einige der kleineren Monde können eingefangene Asteroiden oder Kometen sein.
Alle Monde des Uranus sind nach Figuren von William Shakespeare oder Alexander Pope benannt.

Rechts im Bild die Anordnungen einiger Monde mit den, im Dezember 2005 entdeckten, zwei neuen Ringen.
(Grafik: NASA/Hubble)

 


Miranda

Miranda ist der kleinste und innerste von den fünf größeren Monden des Planeten Uranus und wurde 1948 von Gerard Kupier entdeckt. Obwohl er einen Durchmesser von lediglich 471 km besitzt, weist seine Oberfläche doch sehr verschiedene Geländearten auf. Neben stark mit Kratern übersäten Gebieten, wie man sie auf anderen Monden oder Planeten findet, gibt es ausgedehnte Brüche und Bergkämme. Es ist unwahrscheinlich, dass eine solch abwechselungsreiche Landschaft durch geologische Aktivitäten zustandegekommen sein kann.
Der Mond scheint in seiner Geschichte ein- oder mehrmals zerfallen und wieder neu aufgebaut worden zu sein. Vermutet wird, dass entweder starke Gezeitenkräfte des Uranus Miranda auseinandergerissen haben oder sie durch eine Kollision mit einem anderen Himmelskörper zertrümmert wurde. Kein anderer bekannter Himmelskörper weist eine derartige Struktur auf, weshalb Miranda der interessanteste der Uranusmonde ist.

Ariel

Ariel wurde im Jahre 1851 von William Lassell entdeckt. Wie Umbriel, Titania und Oberon besteht dieser Mond aus drei Fünfteln Eis und zwei Fünfteln Gestein. Seine Oberfläche ist stark von Kratern, Grabenverwerfungen und Tälern zerfurcht. Sein Erscheinungsbild legt nahe, dass es in der Vergangenheit beträchtliche geologische Aktivitäten gab. Ariel besitzt die hellste Oberfläche der großen Uranusmonde.

   
 


Umbriel

Umbriel wurde 1851 ebenfalls von William Lassell entdeckt. Er besteht vermutlich aus gleichen Teilen aus Eis und Gestein. Der Nordpol weist einen Krater mit sehr hellem Auswurf auf. Wahrscheinlich wurde hier helleres Eis aus tieferen Krustenschichten aufgeschlossen und bildet einen auffälligen Kontrast zu Rest der Oberfläche. Umbriel ist der dunkelste Mond im Uranussystem. Seine mit Kratern übersäte Oberfläche scheint sehr alt zu sein und weist kaum Spuren tektonischer Aktivität auf.

Titania

Mit einem Durchmesser von 1578 km ist Titania der größte Mond des Planeten Uranus. Er wurde 1787 von William Herschel entdeckt und besteht ebenfalls etwa zur Hälfte aus Eis und Gestein Wie auch bei den anderen Monde ist die Oberfläche mit Kratern überdeckt Das Auffälligste auf seiner Oberfläche ist ein riesiger Canyon, der eine frühere tektonische Aktivität der Kruste des Mondes nahe legt.



Oberon

Oberon ist der äußerste und zweitgrößte der großen Monde des Planeten Uranus. Er wurde 1787 von William Herschel entdeckt. Oberon besteht in etwa zur Hälfte aus Eis und Gestein. Seine vereiste Oberfläche ist mit Kratern übersät, von denen viele von hellen Strahlen und Flächen mit Auswurfmaterial umgeben sind. Einige weisen im Inneren sehr dunkles Material auf. Die Oberfläche weist wenig Anzeichen für Aktivität auf.
Bilder: NASA/JPL/Voyager 2

 Die Uranusmonde
Mond
 Entfernung
(km)
 Umlaufzeit
(Tage)
 Durchmesser
(km)
 Jahr der Entdeckung
Cordelia
49.800
0,335
40
1986
Ophelia
53.800
0,376
42
1986
Bianca
59.200
0,435
51
1986
Cressida
61.800
0,464
80
1986
Desdemona
62.700
0,474
64
1986
Juliet
64.400
0,493
93
1986
Portia
66.100
0,513
135
1986
Rosalind
69.900
0,558
72
1986
Cupid
74.800
--
10
2003
Belinda
75.300
0,624
80
1986
Perdita
76.420
0,638
20
1986
Puck
86.000
0,762
162
1985
Mab
97.734
--
10
2003
Miranda
129.900
1.41
471
1948
Ariel
190.900
2,52
1158
1851
Umbriel
266.000
4,14
1169
1851
Titania
436.300
8,71
1578
1787
Oberon
583.500
13,46
1522
1787
Francisco
4.276.000
266,6
22
2001
Caliban
7.231.000
579,7
72
1997
Stephano
8.004.000
677,4
32
1999
Trinculo
8.504.000
759,0
18
2001
Sycorax
12.179.000
1288,3
150
1997
Margaret
14.345.000
1694,8
20
2003
Prospero
16.256.000
1977,3
50
1999
Setebos
17.418.000
2234,8
47
1999
Ferdinand
20.901.000
2823,4
21
2001
   
 
Bilder- & Informationsnachweis: NASA/JPL  NASA/NSSDC  NASA/Hubble  NASA/Planetary Fact  NASA/NSSDC FAQ Planetary  NASA/JPL Natural Satellite Discovery Data  NASA/JPL Natural Satellite Physical Parameters  University of Hawaii  ESA Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Allgemeine Links Englisch: National Aeronautics and Space Administration Jet Propulsion Laboratory California Institute of Technology European Space Agency NSS/Space Links Spaceweater Space Elevator Space Today Department of Astronomy, University of Maryland Seti@home Links Deutsch: European Space Agency/Deutschland Portal ESA/Österreich Portal ESA/Schweiz Deutsch Portal Astronews Astro Server Vienna Wissenschaft Online Planetarium-Wien Astronomie.de Astronomiepur Seti-Germany Blinde Kuh - Der Weltraum verständlich für Kinder  Spiegel-Online Weltall
 
 
Weitere Links über Uranus: The Nine Planets Solarviews Links Deutsch: Die neun Planeten/Wappswelt Solarviews German Astrolexikon Wikipedia
 
 

Letzte Aktualisierung: 10.03.2009

 

 

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